Orte des guten Lebens
Entwürfe humaner Lebensräume
Ecker, Hans-Peter (Hg.)
2006, 260 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 123976

44,00 EUR

Ein Leben, das mehr ist als bloße Daseinsfristung, ein Leben, in dem vielmehr die wesentlichen Bedürfnisse und Bestimmungen des Menschen ihre Erfüllung finden, heißt in der philosophischen Tradition "gutes Leben". Seit der antiken Reflexion über Glück im emphatischen Sinne (Eudämonie) und rechte Lebensführung wird eine solche Existenzform rückgebunden an räumliche und soziale Strukturen – auch und gerade an Örtlichkeiten, in welchen die Natur dem Menschen friedlich, ja freundlich und freigiebig entgegenkommt und so ein "natürliches" und gerade darin menschengerechtes Leben ermöglicht.
 
Wie dieses "gute Leben" zu verschiedenen Zeiten und in differenten Bereichen (Milieus) der kulturellen Tradition jeweils entworfen (gedacht, geträumt, eingefordert, abgebildet, medial inszeniert, vorgelebt, verfehlt, gemessen...) wird, war Gegenstand einer öffentlichen Tagung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (5.-9. Oktober 2005) unter dem Leitwort "Orte des guten Lebens – Entwürfe humaner Lebensräume." J. Landwehr: Noch einmal von Arkadien nach Elysium – und darüber hinaus. Über einige Gründe des Bilderverbots und einen ganz anderen Ort guten Lebens – G. Lohmann: Philosophische Konzeptionen eines guten Lebens – mit einem Blick auf Örtlichkeiten – Ph. Mayring: Individuelle und situative Bedingungsfaktoren für Wohlbefinden – Ergebnisse psychologischer Glücksforschung – R. F. Neuhaus: Standorte und Bewegungsräume: Beitrag einer ganzheitlichen Logistik zu Orten guten Lebens. Ein Essay – W. Bätzing: Das Dorf als Ort guten Lebens zwischen Inszenierung und Verschwinden. Geographisch-humanökologisch-planerische Reflexionen zur Bedeutung des Dorfes in Vormoderne, Moderne und Postmoderne – E. Hanzig-Bätzing: Zwischen-Räume als Orte des guten Lebens. Zur gegenwärtigen Verkultung der Alterslosigkeit und dem Verschwinden der Kindheit – K. J. Krause: Orte der Vertrautheit. Werthaltungen einer stadt- und landschaftsgestalterischen Ästhetik – T. Henzler: Architekturpsychologie – Theorie und Praxis am Beispiel der Ökosiedlung Bamberg – Th. Baier: Labor improbus? Ist die Arbeit wirklich ein Fluch? – W. Fritsch-Rößler: joie de la curt im Park und Wunschleben in der Grotte: Orte der Freude (?) im mittelhochdeutschen höfischen Roman – H.-P. Ecker: Orte des guten Lebens in der Literatur und die Literatur als Ort des guten Lebens – F. Marx: Kalte Paradiese. Zur Geschichte der Polarphantasien – M. Rehfeldt: Worte des guten Lesens. Zum Verhältnis von Literaturkritik, Lektüre und gutem Leben – D. Dumschat: Im Kollektiv der Gartenzwerge. Die Datsche in Literatur und Film – J. Schmidt: Orte des guten Lebens im Internet – W. Settekorn : Fayce que vouldras/ Tu was du wilst. Zum humanistischen Konzept des idealen Lebens bei Rabelais – I. Hernández: „Der spanische Kavalier trägt den Mantel mit Gold verziert, darunter ein zerrissenes Hemd. Spanien als Ort des guten Lebens in der deutschen Literatur?
 

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