Der politische Sokrates
Morkel, Arnd
2006, 80 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 123981

16,80 EUR

Enttäuscht von der politischen Führungsschicht seiner Heimatstadt hat Sokrates sich an die einzelnen Bürger gewandt, sie unablässig ausgefragt, geprüft und ermahnt. Dabei ging es ihm nicht nur um die Seele des Einzelnen, sondern auch und gerade um die Seele der polis. Er wollte die Athener nachdenklich machen und verhindern, daß mangelndes Wissen und mangelndes Können, unbedachte Meinungen und unreflektierte Interessen ihre Politik bestimmen. Er wollte eine öffentliche Debatte in Gang setzen über das, was alle angeht: Worin besteht der Zweck der Politik, geht es nur ums Überleben oder auch um ein gerechtes Leben, genügen Macht und Gewalt oder bedarf es auch der Tugend? Zwei seiner Thesen provozieren die Politik noch heute: Die Überzeugung, daß Politik auf Wahrhaftigkeit angewiesen ist, und die Auffassung, daß die Gerechtigkeit das oberste Ziel der Politik ist und daß es zur Gerechtigkeit gehört, Unrecht nicht mit Unrecht zu vergelten.
 
Der Autor: Prof. (em.) der Politikwissenschaft an der Universität Trier. 1975 – 1987 Präsident der Universität. Schriften: Hofmannsthals politisches Bewußtsein (1962), Politik und Wissenschaft (1967), Erinnerung an die Universität (1995), Die Universität muß sich wehren (2000).
 

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