Moralische Weltordnung, Selbstvernichtung und Bildwerden, seeliges Leben
Johann Gottlieb Fichtes Religionsphilosophie
Wladika, Michael
2008, 205 S, Kt, (K&N)
Bestell-Nr. 123987

29,80 EUR

Man kann die Ansicht vertreten, dass der frühe Fichte tatsächlich die immanenten und radikalen Konsequenzen von Transzendentalphilosophie gezogen hat. Diese Konsequenzen lassen sich in religionsphilosophischer Hinsicht so ausdrücken: Gott ist die moralische Weltordnung. Welches aber ist die Existenzform Gottes, wenn er die moralische Weltordnung ist? Seine Existenz ist so rein prinzipielle Existenz. Man kann dies durchaus mit Jacobi auf populäre Weise so ausdrücken, dass Transzendentalphilosophie konsequent gedacht letztlich in genau dieses mündet: Nihilismus, Atheismus. Dies nun ist etwas, das keineswegs gegen Fichte spricht, da er, in seinen Worten, bis zu Ende reflektiert – und so bei einem Seyn und einem seeligen Leben ankommt, die schlechthin über alle Transzendentalphilosophie, über alle Aufklärung, über alle Religionskritik hinausgehen. Er erreicht denkend Gott als Person und den Menschen als Bild. Dies steht immer noch und weiterhin an den äußersten Rändern des Denkbaren.
 

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