Formbezug und Weltbezug
Die Deutungsoffenheit der Kunst
Tegtmeyer, Henning
2006, 590 S, Kt, (Mentis)
Bestell-Nr. 124096

78,00 EUR

Worum geht es in der Kunst? Gibt es Schönheit, oder handelt es sich dabei nur um eine subjektive Illusion? Wie ist es möglich, dass wir Kunstwerke verstehen, aber typischerweise nicht angeben können, was sie bedeuten? Was ist überhaupt ein Kunstwerk? Gibt es die Kunst, oder gibt es nur Künste? Fragen wie diese haben die Philosophie, gerade auch die Analytische Ästhetik, immer wieder zu radikalen Antworten geführt, bis zu den Extremen des Zweifels an der Bedeutsamkeit oder gar der Existenz von Kunst, aber auch an der Leistungsfähigkeit der Philosophie in diesem Bereich. Gegen die Versuchung zur Kunst- und Kunsttheorieskepsis wird in diesem Buch die Notwendigkeit einer Ästhetik als Kunstphilosophie verteidigt.
 
Gegen die Versuchung zur Kunst- und Kunsttheorieskepsis wird in diesem Buch die Notwendigkeit einer Ästhetik als Kunstphilosophie verteidigt. Diese muss Kunst holistisch als Institution begreifen, semiotisch-hermeneutisch als komplexe Zeichen- und Auslegungspraxis, ästhetisch als deutungsoffene Darstellung der conditio humana. Dabei zeigt sich, dass die Kunst nicht zufällig, sondern notwendig als geordnete Pluralität von Künsten existiert, wie romantische und idealistische Ästhetiker zu Recht behauptet haben. Das System der Künste muss jedoch mit Hegel historisch-genealogisch als offenes gedacht werden. Die genealogische Perspektive auf Kunst und Künste eröffnet auch eine neue Sichtweise auf die Leistung der Kunst-Avantgarden des 20. Jahrhunderts und auf die prekäre Situation der Kunst in der Gegenwart als einer fragilen, vom Verschwinden bedrohten Institution.
 

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