Schattenrisse der Moral
Waldenfels, Bernhard
2006, 354 S, Kt, stw, (Suhrkamp)
Bestell-Nr. 124142

13,00 EUR

Beherzigt man Nietzsches Mahnung, die Moral selbst als Problem zu fassen, so wird der Blick frei für Voraussetzungen, Wirkkräfte und Abgründe der Moral, die nicht selbst moralisch sind. Um den blinden Fleck der Moral zu erkunden, bedarf es einer ethischen epoché. Besondere Angriffsflächen bietet die Standardform einer Gesetzesmoral, der die Rechtfertigung über alles geht, bis ihr die Motivationskraft abhanden kommt. Ihre Aporien und Paradoxien treten unverblümt zutage, wenn man Schlüsselthemen wie Freiheit, Rechtsgleichheit, Macht und Gewalt heranzieht. Diesseits und jenseits der Moral zeigen sich ethische Überschüsse in Form von Tugendmustern, Motivationen, Leidenschaften oder Gesten des Gebens mitsamt einer religiösen Aura. Es begegnen uns fremde Ansprüche, die weder einem allgemeinen Sollen noch einem individuellen Wünschen gehorchen.
 
Bernhard Waldenfels ist Professor emer. für Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Im Suhrkamp Verlag weiterhin erschienen: Das leibliche Selbst, Ordnung im Zwielicht, Phänomenologie der Aufmerksamkeit, Phänomenologie in Frankreich Sinnesschwellen, Der Spielraum des Verhaltens, Der Stachel des Fremden, Topographie des Fremden, Vielstimmigkeit der Rede, Religion und Identität.
 

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