Organisation der Natur
Zur Verbindung von Naturerkenntnis, Erinnerungstheorie und ästhetischem Experiment in Hölderlins philosophischem Fragment „Das untergehende Vaterland“
Luhnen, Michael
2007, 760 S, Gb, (Winter)
Bestell-Nr. 124145

88,00 EUR

Während Hölderlins früher Systementwurf 'Urtheil und Seyn' heute als wegweisend für den Deutschen Idealismus gilt, ist Hölderlins spätere naturphilosophische Revision dieser Konzeption noch weitgehend unverstanden. Das Buch rekonstruiert Hölderlins naturphilosophische Wende zwischen 1798 und 1800 erstmals argumentanalytisch. Für den Aufsatz 'Das untergehende Vaterland...' zeigt es, daß Hölderlin unter dem Einfluß Kants eine Theorie universaler Organisation aufstellt. Um sie empirisch beweisbar zu machen, entwirft er eine ästhetische Methode zur Rekonstruktion von Geschichte, die er 'Erinnerung' nennt. Erinnerung wiederum begründet Dichtung, der Hölderlin in frühromantischer Emphase zutraut, wahrheitsfähig, welterschließend und praxisrelevant zu sein.
 

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