Kulturphilosophen als Leser
Porträts literarischer Lektüren
Preusser / Wilde (Hg)
2006, 428 S, Gb, (Wallstein)
Bestell-Nr. 124151

39,00 EUR

Ein Überblick über 150 Jahre europäischer Kulturphilosophie - vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von Marx bis Aleida Assmann. Klages liest George, Schmitt liest Kafka, Heidegger liest Jünger, Adorno liest Mörike, Nussbaum liest Beckett und Bhabha liest Rushdie. Kulturphilosophen schöpfen ihre Inspiration aus der Lektüre literarischer Werke. Dabei lesen sie in diese fachfremden Texte ihre eigene Theorie hinein. Aber das Gelesene wehrt sich, windet sich und schwingt als Subtext im philosophischen Werk mit, den es generiert hat. Lesen bedeutet häufig Mißverstehen; aber Mißverstehen gebiert neue Einsichten in die anscheinend bekannte Welt. So entstehen neuartige Doppelporträts wie auf einer Spiegelachse - und im Wechselverhältnis von Verkennung und Erleuchtung.
 
Aus dem Inhalt Helmut Lethen: Carl Schmitt liest Franz Kafka Gert Sautermeister: Theodor W. Adornos theoretische und praktische Überlegungen zur Lyrik - insbesondere zu Mörike und Eichendorff Manfred Jäger: Jürgen Kuczynski über Belletristik, Thomas Mann und Die Buddenbrooks Udo Franke-Penski: Jean-Paul Sartre liest Jean Genet Juliane Rytz: Blanchot liest Proust mit Homer Martin Hielscher: Claude Lévi-Strauss als Leser von Jean de Léry Moritz Baßler: Roland Barthes über Gustave Flauberts Bouvard und Pécuchet Therese und Frank Hörnigk: Wolfgang Fritz Haug liest Volker Braun David Bathrick: Aleida Assmann liest Martin Walser Matthias Wilde, geb. 1969, Germanist an der Universität Bremen und Mitarbeiter am Institut für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien. Arbeitet zur Zeit an einer Dissertation über Uwe Johnsons "Jahrestage". Veröffentlichung: "Analyse der Erzählstruktur von Uwe Johnsons >Jahrestage<", 2003.
 

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