Das Fest
Zu einer Phänomenologie der Ausnahme
Otto, M A
2000, 91 S, Kt, (Alber)
Bestell-Nr. 125145

15,00 EUR

Das Fest macht die Ausnahme, und die Ausnahme macht das Fest; sie hat es zumindest im Keim in sich, da sie sich allemal von einer Regelschiene, einer Dauerlast beurlaubt. Es sind nicht nur die leidigen Pflichten und Kümmernisse, es ist tiefer noch die Last versursachten Leids, die Schuld, die jeder schleppt, eigene und die aller Menschheit. All das bleibt draußen, wenn man den Raum des Festes betritt. Da kommt das Leben zu sich. Es feiert sich, wenigstens anhauchweise, in der Unschuld seines Anfangs. Dieses stets Übrigbleibende, der empirischen Biographie des Menschen Unzugängliche ist es, was die im Grundgesetzt verankerte „Unantastbarkeit" der Würde des Menschen ausmacht. Es ist der Sinn jeden Versuchs von Vergebung, die sonst ganz und gar unangebracht wäre. Neben den ritualisierten Feiern gibt es mancherlei Quellgründe festlicher Erfahrungen, wie sie in den Aufsätzen dieses Buches, je nach deren Thematik verschieden, ans Licht kommen.
 

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