Geschichtsphilosophie
Lembeck, Karl H (Hg)
2000, 224 S, Kt, (Alber)
Bestell-Nr. 125158

15,00 EUR

Erst seit der Renaissance und Aufklärung wird mit der Ablösung des mittelalterlichen Verständnisses von Geschichte als Heilsgeschehen ein philosophisch reflektierter Begriff von Geschichte diskutierbar. Diese Diskussion versammelt eine Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen unter dem Titel "Geschichtsphilosophie", wobei eine generelle Differenzierung nach zwei Hinsichten anzutreffen ist: Einerseits wird nach dem gefragt, was "Geschichte" sei, ob sie "Sinn" habe oder ein "Ziel", ob ihre Entwicklung auf "Gesetze" zurückzuführen sei oder nicht. Andererseits steht das Problem der Erkenntnis des Geschichtlichen im Vordergrund, das sich insbesondere für die historischen Wissenschaften stellt. Hier wiegt die erkenntnistheoretische Diskussion vor, die man dann näher unter dem Titel "Geschichtstheorie" fassen kann. Spekulativ-metaphysische Argumente sind also durchaus von methodologischen zu unterscheiden, obgleich beide Fragehinsichten in der Sache ineinandergreifen, sofern auch das Fragen nach der Geschichte selbst wiederum ein geschichtliches Geschehen ist.
 

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