Schopenhauers Ethik des Mitleids und die indische Philosophie
Parallelität und Differenz
Son, Giok
2001, 360 S, Gb, (Alber)
Bestell-Nr. 125273

40,00 EUR

Die Verfasserin geht zum einen dem Verhältnis der Schopenhauerschen Leitbegriffe Mitleid und Resignation nach, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie auf gleichgerichtete Äußerungen der Willensverneinung verweisen. Diese Verknüpfung interessiert die Autorin vornehmlich im Hinblick auf die Begründung einer Mitleidsethik: Stellt die resignative Einsicht in die Struktur des Wirklichen eine Unterstützung des Mitleids als Grundlage moralischen Handelns dar oder steht sie nicht eher in Gegenläufigkeit zu diesem? Zum Vorhaben der internen Rekonstruktion gehört zum anderen die Überprüfung einer gängigen Unterstellung - bzw. eines Selbstverständnisses der Theorie Schopenhauers -, die die Verwandtschaft sowohl der Mitleidsethik als auch des metaphysischen Pessimismus mit dem indischen Denken unterstreicht. Das Buch macht sich nicht nur die erschließende Kraft, die dieser Vergleich enthält zunutze, sondern bestimmt auch dessen Grenzen - geleitet durch die Vermutung, dass die Parallelen gerade dort enden, wo die metaphysische Resignation die Praxis der Mitleidsmoral verhindert.
 

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