Wittgenstein und Platon
Sokratisch-platonische Dialektik im Lichte der wittgensteinschen Sprachspielkonzeption
Schneider, Jan G
2003, 295 S, Kt, (Alber)
Bestell-Nr. 125325

38,00 EUR

Der Autor untenimmt den - zunächst wohl überraschenden - Versuch, die im allgemeinen als unvereinbar betrachteten philosophischen Konzeptionen Wittgensteinsund Platons als weitgehend „kompatibel" zu rekonstruiren. Die Argumentationsstrategie der Arbeit läuft darauf hinaus, die sokratisch-platonische Dialektik in ihrer ethisch-praktischen Dimension gegen die platonistische Vorstellung einer verdinglichenden „Ideenlehre" stark zu machen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der dialogischen Form des Philosophierens: Ähnlich wie Wittgenstein begreift Platons Sokrates die Philosophie nicht so sehr als eine Lehre, sondern vielmehr als ein dialogisches Gespräch, als eine Tätigkeit zur Klärung von Gedanken durch Klärung des Sprachgebrauchs. Obwohl die Untersuchung historisch-hermeneutisch ansetzt, ist sie in ihrem Kern von einem systematischen Interesse geleitet. Sie beruht auf der Überzeugung, daß Platons Texte auch für Philosophen, die den liguistic turn mivollzogen haben, nicht nur von historischem Wert sind. Angesichts der zeitgenössischen Debatten um „postmoderne" Vernunftkritik, in deren Mittelpunkt die Frage nach dem Geltungsanspruch bzw. der Reichweite des „abendländischen Rationalitätsbegriffs" steht, hält der Verfasser eine Rehabilitierung des sokratischen lógon didónai im Lichte der Ordinary Language Philosophy wittgensteinscher Prägung für angebracht.
 

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