Vom freien Umgang mit Gepflogenheiten
Eine Perspektive auf die praktische Philosophie nach Wittgenstein
Strub, Christian
2005, 114 S, Kt, (Mentis)
Bestell-Nr. 125442

26,00 EUR

Im Anschluss an Wittgensteinsche Überlegungen wird versucht, einen gehaltvollen Begriff von Normativität zu skizzieren, der weder in der privaten Instanz individueller Gewissheit noch in der sozialen Instanz der Institutionen fundiert ist. Zum einen wird die Einnahme eines privaten Standpunkts als eine eigene wichtige soziale "Gepflogenheit" begriffen, aus der Kritik an schon etablierten Gepflogenheiten erwächst. Zum anderen kann die Entscheidung eines Individuums, in eine soziale Gruppe einzutreten oder sie zu verlassen, selbst nicht als eine soziale Gepflogenheit beschrieben werden. Beides zusammen bildet ein Gegengewicht zur Macht der Institution, mit dem diese rechnen muss, wenn sie ihre Macht ausübt - als Macht, auf Regelverletzungen Sanktionen zu verhängen. - Eine Sanktionstheorie der Normen soll als sinnvolle Explikation der Wittgensteinschen Auffassung plausibel gemacht werden. Aber keine Sanktion ohne die Möglichkeit ihrer Kritik.
 
Christian Strub, geb. 1960, Studium der Philosophie, Germanistik und des Altgriechischen in Tübingen, Bonn und Freiburg i. Br. 1989 Promotion und 2000 Habilitation in Philosophie. Seit 1995 Redakteur der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie. 1993-1999 Hochschulassistent am Institut für Philosophie der Universität Hildesheim. Seit 2003 DFG-Projekt zur textkritischen Edition der Lowell-Lectures von Charles S. Peirce.
 

Bestellen


Kommentare (0)

Ihr Kommentar

 Vorab bitten wir Sie, diese kleine Aufgabe zu lösen: 7 + 5 = 


Netiquette