Synopse der Manuskriptbände V bis X
Wittgenstein
2000, 238 S, Gb, (Springer)
Bestell-Nr. 131948

134,95 EUR

Band 8 der „Wiener Ausgabe“ zeigt Wittgensteins Gedankenbewegungen bei dem Versuch, philosophische Bemerkungen, die er seit seiner Rückkehr nach Cambridge von 1929–32 in zehn Manuskriptbänden niedergeschrieben hatte, in einem Buch zu veröffentlichen. Diesem, nach der „Logisch-Philosophischen Abhandlung“ (dem heute sogenannten „Tractatus“) von 1918, zweiten Buchprojekt Wittgensteins folgen noch viele, gleichermaßen gescheiterte Versuche, seine Philosophie in ein Buch zu zwingen. Das erklärt Wittgenstein 1945 im Vorwort zu den posthum veröffentlichten „Philosophischen Untersuchungen“: „… dass meine Gedanken bald erlahmten, wenn ich versuchte, sie, gegen ihre natürliche Neigung, in einer Richtung weiterzuzwingen.“ Wittgensteins Synopsen repräsentieren eine erste Stufe in dem Prozess, seine Gedanken in eine lineare Buchstruktur zu zwingen. Dabei, aber vor allem im Scheitern der vielen Versuche, den resultierenden linearen Text, das sogenannte „Big Typescript“ umzuarbeiten, wird das Eigentliche von Wittgensteins Philosophieren deutlich: „… daß die Gedanken in ihm [dem Gegenstand seines Philosophierens] in einem verwickelten Netz von Beziehungen stehen“. Der Band 8 enthält das Typoskript TS 211, eine Synopse der Manuskriptbände V–X von 1930–32, aus dem Besitz von Wittgensteins Erben in der Wren Library des Trinity College, Cambridge. Das Typoskript hat Wittgenstein während der akademischen Ferien in Wien diktiert; von September 1931 bis Frühjahr 1932, beginnend mit Bemerkungen aus dem Manuskriptband VII, den Wittgenstein ebenfalls in Wien (Anfang Juli) begonnen hatte. Wittgensteins Synopsen sind kaum korrigiert, sie sind in erster Linie Materialsammlungen für sein Buchprojekt; die Synopsen der Manuskriptbände I–IV von 1929–30, die Typoskripte TSS 208 und 210 erscheinen im Band 7 der „Wiener Ausgabe“.
 

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