Freiheit in philosophischer, neurowissenschaftlicher und psychotherapeutischer Perspektive
Bauer, Emmanuel J (Hg)
2006, 240 S, Kt, (Fink)
Bestell-Nr. 133811

31,90 EUR

Seit Beginn des philosophischen Nachdenkens des Menschen über sich selbst kommt der Freiheit die Bedeutung zu, Ausdruck und Grundlage für die Sonderstellung des Menschen als vernunftbegabtes, der Sprache mächtiges und zur Gemeinschaft fähiges Lebewesen und Abbild Gottes zu sein. In der Neuzeit avancierte die Freiheit überhaupt zu dem Moment, welches den Menschen zum Menschen macht. In den letzten Jahrzehnten meldeten insbesondere Vertreter der Postmoderne und der Neurobiologie massive Zweifel an der Realität der menschlichen Freiheit an. Kann man heute an der Freiheit des Menschen noch festhalten? Und wenn ja, was darf man darunter verstehen? Oder stehen wir vor einem Paradigmenwechsel unseres Menschenbildes?
 
Seither bewegt dieses schier unerschöpfliche Thema 'Freiheit' Vertreter verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen. Philosophen, Theologen, Psychologen, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler nahmen in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren immer neue Anläufe, um Argumente für oder gegen die Existenz der Freiheit des menschlichen Willens zu liefern. Der vorliegende Band versucht das Problem so anzugehen, dass nicht primär vom Ergebnisbefund der Neurowissenschaften ausgegangen wird, um von dieser Vorgabe aus - mehr oder minder apologetisch - Freiheit zu verteidigen. Deshalb wird neben der Frage nach den ideengeschichtlichen Voraussetzungen des neurophilosophischen Menschenbildes bewusst der Schwerpunkt auf den phänomenologischen Zugang zur Freiheit gelegt. In diesem Sinn soll das Verständnis der Freiheit - bewusst interdisziplinär - in existenzphilosophischer Sicht ebenso beleuchtet werden wie deren konstitutive Bedeutung in den lebensrelevanten Zusammenhängen der Ethik, der Soziologie und der Psychotherapie. Es wird ernst genommen, dass der Mensch sich selbst nicht nur (natürlich immer in einem beschränkten Maß) frei erlebt, sondern sich selbst und seine Welt (bedingt) frei entwirft. Von diesem Ausgangspunkt aus stellt sich also quasi erst in einem zweiten Schritt die Frage, was die Thesen der Neurowissenschaften für den Vollzug der Freiheit bedeuten bzw. inwiefern sie die Freiheit in einem neuen Licht erscheinen lassen.
 

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