Aufklärung und Erfahrungswandel
Studien zur deutschen Literaturgeschichte des späten 18. Jahrhunderts
Zimmermann, Harro
1999, 384 S, Kt, (Wallstein)
Bestell-Nr. 134487

44,00 EUR

Am Ende des 18. Jahrhunderts scheint die schöne Idee von der "Erziehung des Menschengeschlechts" im Blut der europäischen Revolutionen ertrunken zu sein. Ist der Mensch nicht mehr denn je seiner Triebnatur unterworfen? Hat man Aufklärung und Vernunft nicht längst zu parteiischen Kampfinstrumenten in Staat und Gesellschaft verkommen lassen? Intellektuelle können kein überzeugendes "Projekt Aufklärung" mehr ausformulieren, da die Auswirkungen der Französischen Revolution zu desillusionierend sind.
 
Doch trotz des konkurrierenden Drucks von Romantik, katholisch-restaurativem Zeitgeist und staatlicher Reaktion geht die Idee der "Mündigkeit" der Menschen nicht völlig verloren. Harro Zimmermann untersucht, wie Denker des späten 18. Jahrhunderts inmitten der rasanten Umwälzungen den Impuls des Aufklärerischen zu bewahren versuchen. Der Autor zeigt in einem einleitenden Essay außerdem, inwiefern die skeptische Vernunftkultur des späten 18. Jahrhunderts derjenigen des späten 20. Jahrhunderts vorgearbeitet hat. Aus dem Inhalt: Erleuchtete Vernunft. Jung-Stillings Roman "Das Heimweh" und die Französische Revolution. Die Menschen sind Brüder und gleich. Aufklärung und Revolution bei Matthias Claudius. Satirische Streifzüge durch die Revolution. Die politischen Reiseromane Johann Friedrich Ernst Albrechts. Klopstock oder das Leiden an der Utopie.
 

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