Philosophie 1804-1831
Kolde / Howald / Jaillard (Hg)
2006, 1644 S, 52 Abb, Gb, (Wallstein)
Bestell-Nr. 134502

89,00 EUR

"Ich betrete einen neuen Planeten, alles ist verwandelt, ein erhabener Anblick." Dieser Eindruck und dieser Enthusiasmus begleiten Bonstetten bei seiner philosophischen Arbeit zwischen dem 60. und dem 87. Lebensjahr. Der vorliegende Band vereinigt die von ihm in diesem Lebensabschnitt veröffentlichten Schriften - die "Recherches sur l'Imagination" (Genf, 1807), die "Études de l'homme" (Genf, 1821), die "Philosophie der Erfahrung" (1828) und die "Essais" in der Bibliothèque Universelle - mit einer großen Zahl wiederaufgefundener Manuskripte, die weithin als philosophische Tagebücher zu bezeichnen sind. Dadurch ist Bonstettens Meditieren in das ihm eigene Fluidum der Vorläufigkeit zurückgegeben.
 
Am Horizont seines Denkens erscheinen Aristoteles und Cicero, Bacon und Leibniz, Charles Bonnet, bei dem er in den 1760er-Jahren studiert hatte, die schottische Schule, Smith, Hume, Stewart, der Kreis um Victor Cousin mit Freund Stapfer, Maine de Biran, Degérando, der kantische Kritizismus in der Vermittlung durch junge deutsche Kantianer, Johannes Kinker und die "Groupe de Coppet". Ebenso wichtig sind ihm, dem Mitglied der Genfer Physikalischen Gesellschaft, die positiven Wissenschaften, Physik, Chemie sowie die junge Psychiatrie. Bei alledem ist er kein Eklektiker. Er behauptet sich als Freidenker, als eigenwilliger Beobachter seiner selbst und des gesellschaftlichen Menschen, dessen Wohlfahrt ihm, diesem Kosmopoliten der praktischen Vernunft, das Wichigste ist. Noch seine letzte Schrift, ein Memorandum für Zar Nikolaus, enthält einen Plan zur Verbreitung der Aufklärung in Russland (1831).
 

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