Die Präsenz des Vergessenen
Zur Rezeption der Philosophie des Nicolaus Cusanus vom 15. bis zum 18. Jahrhundert
Meier-Oeser, Stephan
1989, 440 S, 30 Abb, Kt, (Aschendorff)
Bestell-Nr. 135235

57,30 EUR

Cusanus gilt als bedeutendster Philosoph des 15. Jahrhunderts. Als erster lehrte er die Unendlichkeit des Kosmos und leitete damit zur mathematischen Wissenschaft der Neuzeit über; die Erde verlor damit ihre Stellung als Mittelpunkt des Weltalls, denn in der Unendlichkeit gibt es kein fixes Zentrum. 1440 erschien seine wohl bedeutendste Schrift "De Docta Ignorantia", "Über das belehrte Nichtwissen": das unendliche Universum sei nicht wissenschaftlich einzufangen, sondern anbetungswürdig und Gegenstand der Mystik. Er erneuerte das Paradox des Sokrates, dass die wahre Weisheit in der Erkenntnis der eigenen Begrenztheit liege. Cusanus sah die Welt als "Ausfaltung" (explicatio) des "Wesens" Gottes, in das alle Dinge "eingefaltet" sind (complicatio), er beeinflusste damit u. a. Giordano Bruno.
 

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