Epikureische Philosophie interkulturell gelesen
Euringer, Martin
2005, 130 S, Kt, (Bautz)
Bestell-Nr. 135345

10,00 EUR

Der griechische Philosoph Epikur (341-271 v.Chr.) wird auch heute noch ab und an als ein naiver Hedonist verstanden, dem nichts wichtiger gewesen sein soll als Schlemmen und Prassen. In Wirklichkeit handelt es sich aber bei der epikureischen Philosophie um eine der scharfsichtigsten und klarsten Philosophien der Antike. Epi-kur gelingt mittels zutiefst rationalem Denken eine elegante Verbindung der rationa-len und der emotionalen Seite des Menschen. Er liefert damit einen auch in unserer Gegenwart überzeugenden philosophischen Beitrag zur Begründung menschlichen Glücks. Andererseits weist sich Epikur gerade durch seine Betonung einer universell gültigen Rationalität, sowie der Beschreibung einer allgemeinen menschlichen Bedürfnislehre als hervorragender Gewährsmann für eine interkulturelle Philosophie aus. Das berühmte epikureische Kalkül kann als Beispiel für eine Handlungstheorie dienen, die jenseits aller kulturellen Schranken das Gemeinsame des Menschseins betont, aber auch unterschiedliche Wertvorstellungen (in einem gewissen Rahmen) als gleichberechtigt sieht. In diesem Sinne möchte das vorliegende Buch einerseits eine Einfüh-rung in die Grundtheoreme epikureischen Denkens leisten. Andererseits legt es einen Schwerpunkt darauf, die Möglichkeiten, Chancen und Grenzen einer interkulturellen Philosophie und Ethik unter der Perspektive eines modernen Epikureismus zu betrachten.
 
Martin Euringer, geboren 1972, ist Doktor der Philosophie. Er ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Philosophie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seine Forschungsbereiche sind Individualethik (mit besonderem Interesse für hellenistische und frühneuzeitliche Philosophie), philosophische Psychologie und Philo-sophiedidaktik.
 

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