Existenzphilosophie heute
Eine Publikation der Volkshochschule des Kantons Zürich
Berthold, Jürg (Hg)
2000, 140 S, Kt, (Chronos)
Bestell-Nr. 135920

19,50 EUR

Existenzphilosophie ist innerhalb der Philosophie vor allem des 20. Jahrhunderts eine Richtung, die nach den Grundbedingungen menschlicher Existenz fragt und die anhand von Leitbegriffen Fragen, um die es in jedem Leben geht, zu erhellen versucht. Namen wie Blaise Pascal, Søren Kierkegaard, Martin Heidegger, Karl Jaspers, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir oder Albert Camus stehen für die unterschiedlichsten Ausprägungen innerhalb dieser Richtung. Gemeinsam aber ist ihnen das Bohrende ihres Fragens, das Beunruhigende ihrer Antworten und die Radikalität ihrer Auffassung davon, was Philosophie sein soll und welche Aufgabe ihr in einer Gesellschaft zukommt. Die Beiträge dieses Sammelbandes entwickeln philosophierend ­mit Seitenblicken auf die reichhaltige Tradition ­ihren persönlichen Zugang zu einzelnen Leitbegriffen. Es sind durchwegs Begriffe, denen innerhalb des existenzphilosophischen Denkens eine zentrale Bedeutung zukommt und aus deren Reflexion sich ein Verständnis für die Grundhaltung der Existenzphilosophie gewinnen lässt. Die Autoren gehen der Frage nach, ob es sich dabei über die Faszination dieser Denkrichtung hinaus um eine vor allem historische Erscheinung handelt oder ob sich aus dieser Art des Philosophierens auch eine für das Verständnis unserer Situation erhellende Perspektive gewinnen lässt: Sie zeigen auf je eigene Art und Weise, dass die Grundhaltung existenzphilosophischen Denkens und die Leitbegriffe auch in aktuellen Zusammenhängen, die zunehmend von einer technizistischen und funktionalistischen Auffassung von Leben und Denken bestimmt sind, von Bedeutung sein können.
 

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