Seelenreifung als Antwort
Theodizee in der Religionsphilosophie John Hicks
Awa, Martin O
1998, 409 S, Kt, (Ergon)
Bestell-Nr. 136163

52,00 EUR

Im Mittelpunkt dieser Abhandlung steht der Versuch Hicks', das Thema "Theodizee" einleuchtend darzustellen. Ein Versuch, der nicht nur für Christen, Gläubige gelten, sondern auch Skeptiker und Atheisten ansprechen sollte, so eine Art "Theodizee für heute".
Damit ist beabsichtigt, eine Denkbewegung von der "Verteidigung Gottes zum Verstehen Gottes" in der Theodizeefrage in Gang zu setzen. Diese Bewegung basiert vor allem auf dem Werk John Hicks: "Evil and the God of love", das erstmals im Jahr 1966 erschienen ist und mehrfach überarbeitet und wieder aufgelegt wurde. Ausgehend von der augustinischen Tradition (wie sie bei Hugo von St. Viktor, Thomas Aquin, Charles Journet bis Leibniz angewandt wird) und der des Irenäus (eine fast vergessene Ansicht in der Theodizeeproblematik, die wieder bei F. Schleiermacher auftauchte) bevorzugt Hick (aus logischen, moralischen und wissenschaftlichen Überlegungen) dieses irenäische Modell und betrachtet die evolutiven, eschatologischen Antworten als angemessener.
Dies beinhaltet eine Topologie, die den Menschen als unvollkommen, daher entwicklungs- und sündenfähig, betrachtet. Die Beziehung des Menschen zu Gott ist grundsätzlich gekennzeichnet durch eine "epistemische Ferne/Distanz", eine notwenige und unverzichtbare Voraussetzung für die Freiheit des Menschen. Diese Distanz ist Grund dafür, daß der Mensch "reifen" kann. Damit ist eine Uminterpretation der Schöpfungsgeschichte, der Beziehung des Menschen zum Schöpfer (Distanz und Nähe), des Gottesbildes (Christologie), der Geduld Gottes und der Allererlösung angebahnt. Daraus ist das Theorem der Seelenreifung als Antwort entstanden.
Kann aber die Seelenreifungsthese dem oft brutalen Leid dieser Welt standhalten? Würde eine solche "Seelenreifung" die drängende Frage nach der "Gerechtigkeit" - besonders für den Bürger der sogenannten Dritten Welt - befriedigend beantworten?
 

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