Die "geisteswissenschaftliche Richtung" in der Staatsrechtslehre der Weimarer Republik
Untersuchungen zu Erich Kaufmann, Günther Holstein und Rudolf Smend
Rennert, Klaus
1987, 343 S, Kt, (D&H)
Bestell-Nr. 136298

86,00 EUR

Erich Kaufmann (1880 - 1972) war einer der führenden Staats- und Völkerrechtler der Weimarer Zeit und der frühen Bundesrepublik. Er bezog in dem Methodenstreit der Weimarer Staatsrechtslehre Stellung gegen den positivistischen Neukantianismus. Kaufmann war ein Verfechter des klassischen Naturrechts und ein Befürworter einer ontologischen und metaphysischen Betrachtungsweise des Rechts.
Günther Holstein (1892 - 1931) versuchte dem während der Weimarer Republik vorherrschenden Rechtspositivismus aus einer national-konservativen Grundhaltung heraus entgegenzuwirken und das Recht auf einen geisteswissenschaftlich untermauerten Rechtsidealismus zu gründen. Von daher suchte er engen Anschluss an Theologie, Philosophie und Soziologie zu finden. Stark geprägt wurde er durch Martin Luther, Friedrich Schleiermacher und Otto von Gierke, was unter anderem zu einer hohen Stellung des Kirchenrechts bei ihm führte.
Rudolf Smend (1882 - 1975) stellte mit der Integrationslehre gewissermaßen den wissenschaftlichen Gegenpol zu den dezisionistischen Thesen Carl Schmitts auf, die dieser in seinem ebenfalls 1928 erschienenen Standardwerk "Verfassungslehre" vertrat. Die sich aus diesen gegensätzlichen Forschungsansätzen entwickelnden Schulen machten sich in der bundesrepublikanischen Staatsrechtsdiskussion noch bis in die Siebziger Jahre und in Abstrichen sogar bis heute bemerkbar.
 

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