Verfassungslehre als Kulturwissenschaft
Häberle, Peter
1998, 2.A., 1188 S, Gb, (D&H)
Bestell-Nr. 136388

119,90 EUR

In 15 Jahre währender wissenschaftlicher Arbeit hat der Verfasser seit dem Erscheinen der Erstauflage die zentralen Problemfelder einer kulturwissenschaftlich orientierten Verfassungslehre abgesteckt. Ermutigt wurde er dabei durch das positive Echo, das sein Ansatz bei ausländischen Gastprofessuren in Rom (1990 - 1997) sowie Turin (1993) und Granada (1995) erfuhr. Der kooperative Verfassungsstaat wird in entwicklungsgeschichtlicher Perspektive erschlossen, das "Möglichkeitsdenken" eröffnet die notwendigen Wege zur Verfassungspolitik. Neben den klassischen Themen von Menschenwürde und Demokratie stellt sich das Werk den neuen Herausforderungen der deutschen und europäischen Einigung, der damit verbundenen Föderalismus- und Regionalismusdiskussion, schließlich den Fragen einer fortschreitenden Internationalisierung sowie Globalisierung und wagt so - das Völkerrecht integrierend - den Schritt zu einer Verfassungslehre in "weltbürgerlicher Absicht". Die Rechts- bzw. Verfassungsvergleichung als "fünfte" Auslegungsmethode und das Textstufenparadigma sind hier unabdingbare Voraussetzungen, den "Typus" Verfassungsstaat rechts- wie kulturwissenschaftlich zu erschließen. Dazu gehört aber auch, daß die schöne Literatur und die anderen Künste wie die Musik mit einbezogen werden. Den "Rahmen" für die Darstellung bilden die Präambeln, Übergangs- und Schlußbestimmungen. Das gesamte Werk stützt sich auf fast weltweiten, Kleinstaaten und Entwicklungsländer einbeziehenden Vergleich von Verfassungstexten als "Primärliteratur", da in ihnen auch Wirklichkeit, Judikatur und Wissenschaft gespeichert ist und sich nur aus dieser ineinandergreifenden Vielfalt das "Weltbild des Verfassungsstaates" als Quintessenz erkennen läßt.
 

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