Imperium, Pax et Iustitia
Das Reich - Friedensstiftung zwischen Ordo, Regnum und Staatlichkeit
Schatz, Jürgen
2000, 338 S, Kt, (D&H)
Bestell-Nr. 136417

68,00 EUR

Das Reich war kein Staat - lautet das zentrale Paradigma des Autors. Um das Reich als Form der Friedensstiftung zur Verwirklichung der Gerechtigkeit zu analysieren und so das Grundkonzept der deutschen Geschichte in ihrer symbolischen Anlage zu erfassen, wählt der Jürgen Schatz einen historisch-kulturanthropologischen Ansatz für eine interpretative Durchsicht der historiographischen Forschungsergebnisse.
Trotz oder gerade wegen des geschichtlichen Fokus' ist "Imperium, Pax et Iustitia" von direkter politischer Aktualität, denn der Verfasser unternimmt u. a. den Versuch, eine vielschichtige Antwort auf die jenseits des Rheins immer wieder gestellte Frage nach den Gründen für die verschiedenartige Legitimierung staatlichen Handelns in Deutschland und in Frankreich zu geben. Erst der Blick auf die kulturspezifisch herausgearbeiteten symbolischen Zusammenhänge gesellschaftlichen Handelns und gesellschaftlich vermittelter Legitimität macht das je Eigentliche und Verschiedenartige der nationalen Ansätze verständlich und unterstreicht ihre Gleichwertigkeit. Der Autor liefert einen Beitrag zur Ortsbestimmung des Politischen in Deutschland und zeigt Wege auf, auf denen Politik als Umgang mit dem Politischen bedacht werden könnte, wenn es darum geht, Europa gleichzeitig als einige Wirtschaft, doch verbunden durch kulturelle Vielheit zu konzipieren.
 

Bestellen
Blick ins Buch


Kommentare (0)

Ihr Kommentar

 Vorab bitten wir Sie, diese kleine Aufgabe zu lösen: 6 + 4 = 


Netiquette