Die neue Utopie der Freimaurerei
DiBernardo, Giuliano
1997, 152 S, Kt, (Passagen)
Bestell-Nr. 136794

19,00 EUR

Die Freimaurerei - eine Utopie? Diese provokative Frage beantwortet Giuliano Di Bernardo mit einem entschiedenen Ja. Allerdings hat der Begriff Utopie für ihn nicht den negativen Beigeschmack, den er im Deutschen besitzt. In Krisenzeiten wie der unsrigen sind immer Utopien entstanden, von Platon bis zu Thomas Morus, Campanella oder Bacon; erdachte Wunschbilder einer besseren Gesellschaftsordnung, aber ohne Aussicht auf baldige Realisierung. Eine solche Utopie ist auch das freimaurerische Ideal einer humanen, brüderlichen Gesellschaft. Gewiß ist auch sie nicht vollkommen, verzichtet aber nicht auf den Versuch beständiger Realisierung in den Logen der Bruderschaft. Eine solche Utopie braucht auch eine neue Ethik. Soweit diese nicht auf dem Boden der herkömmlichen Religionen basieren kann, muß sie für die Menschen des dritten Jahrtausends auf einer dogmenfreien Bindung an das Transzendente beruhen, die ihre Vorbilder in der Mystik hat. Freimaurerei ist keine Religion, aber sie bietet einen Rahmen für eine mystische Bindung an die Gottheit, jenseits aller rationalen Vorstellungen.
 
Giuliano Di Bernardo ist Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Trient und Großmeister der Gran Loggia Regolare d'Italia, der einzigen von der Vereinigten Großloge von England anerkannten, regulären maurerischen Organisation Italiens. Im Passagen Verlag erschien von ihm bereits der Band Die Freimaurer und ihr Menschenbild.
 

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