Philosophie als Dialogik
Frühe Schriften
1993, 296 S, Gb, (Passagen)
Bestell-Nr. 136849

35,00 EUR

"Wo ein Widerspruch laut wird, dort, meint man, sei etwas falsch, statt zu begreifen, daß dort, wo kein Widerspruch vorliegt, etwas falsch sein muß." In diesem Satz spricht sich Goldschmidts Kernthese aus. Wird die wissenschaftlich notwendige Widerspruchsfreiheit verabsolutiert, so wird sie zur jeden Widerspruch totalisierend ausschließenden Ideologie und damit zur Unfreiheit selbst.Die Dialogik formuliert in wissenschafts- wie gesellschaftskritischer Absicht die Forderung der "Freiheit für den Widerspruch". In entschiedener Abhebung von allen pandialogistischen und kommunikationstheoretischen Ansätzen besteht Goldschmidt auf der vollen Ebenbürtigkeit jeden Gegenübers, das zum Dialog herausfordert. Statt des immer noch vorherschenden Ich/Du-Gleichgewichts geht es der Dialogik um das Entweder-Und-Oder des Du/Du-Gleichgewichts als so unaufhebbarer Widerspruch, den bewußt auszuleben - anstatt fragwürdiger Einheit - kritische Einigkeit heraufführt.
 
Der Autor, 1914 in Berlin geboren, gründete und leitete das Jüdische Lehrhaus in Zürich und war als Gastprofessor in der Schweiz und in Deutschland tätig.
 

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