Vom Nutzen der Moraltheorie für das Leben
Nussbaum, Martha C
2000, 104 S, Kt, (Passagen)
Bestell-Nr. 136943

15,00 EUR

"In einer Welt, in der irrationale Kräfte und die mit ihnen einhergehenden Theorien im Vormarsch sind, erscheint es besser, die Verhandlungsposition der Vernunft zu stärken, indem man es ihr gestattet, auf alle zu Gebote stehenden Mittel zurückzugreifen. Es ist zwar tatsächlich eine herrliche Sache um die Unschuld; aber die wirkliche Welt bedarf, da sie schuldig ist, der Philosophie."Martha Nussbaum behandelt in ihrer Wiener Vorlesung die Frage, warum die Beschäftigung mit Moraltheorie seit den Tagen Sokrates' immer wieder auf erbitterte Ablehnung stößt. Das Aufstellen ethischer Theorien sei, so wird behauptet, nutzlos und sogar schädlich, weil es die Praxis verzerre. Nussbaum zeigt, daß die Kritik, vorgebracht von seiten der Politik und der Religion ebenso wie von "solchen, die sich einfach schlecht benehmen", von Machtinteressen, eingefleischten Gewohnheiten und allgemeiner Vernunftfeindlichkeit motiviert ist. Sie hält dem entgegen, daß es der ethischen Theorie bedarf, da ohne sie ethische Praxis unmöglich würde. Wie deren Struktur beschaffen sein muß, veranschaulicht sie in der luziden Sprache ihres Vortrages.
 
Martha Nussbaum, Ernst Freund Professor of Law and Ethics an der University of Chicago, zählt zu den prominentesten PhilosophInnen und Intellektuellen der Vereinigten Staaten. Sie hat rund ein Dutzend vielbeachteter Bücher geschrieben und herausgegeben, darunter The Fragility of Goodness (1986), Love's Knowledge (1990), Poetic Justice (1996), For Love of Country (1996) und zuletzt Cultivating Humanity (1997); auf deutsch erschien 1999 die Aufsatzsammlung Gerechtigkeit oder Das gute Leben (Suhrkamp Verlag Frankfurt a. M.).
 

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