Gegenlicht
Diskurse zur philosophischen Dialektik
Gumppenberg, Rudolf
1990, 200 S, Kt, (Passagen)
Bestell-Nr. 137022

18,00 EUR

"Gegenlicht" - ein Begriff aus der Photographie dient Gumppenberg als Denkfolie, vor der er seine Untersuchungen zur philosophischen Dialektik entwickelt. In kritischer Distanz zu einem rein quantitativen Fortschrittsgedanken stellt er die Frage, was sich verändert, wenn Philosophie als Qualität auftritt. Gegenlicht beleuchtet das innovative Potential der Philosophie auf dreierlei Ebenen, in ihrer Funktion als Selbstreflexion des Bewußtseins, als konstitutive Bedingung allgemeiner Freiheit und als Kontingenzüberwindung. Gumppenberg geht es nicht um ein erneutes Konstatieren der Aporien in der Philosophie, sondern um die Möglichkeiten systematischer Philosophie, um neue Perspektiven einer kategorialen Logik, einer normativen Ethik und einer philosophischen Historik.Über die Auseinandersetzung mit Texten der Philosophiegeschichte von Kant und Hegel bis zu Derrida und Lyotard gelangt Gumppenberg zu einem Plädoyer für ein nachmodernes Denken, in dessen Zentrum nicht mehr die Frage als "Frömmigkeit des Denkens" steht, sondern "die unerschöpfliche Verschwendung der Liebe", wobei Liebe nicht sentimental, prophetisch konnotiert ist, sondern "im Gegenlicht des erfahrenen Lebens" steht. Gumppenberg denunziert die Dissoziation von Intellekt, Emotion und organischem Körper als Lüge der modernen Lebenswelt und insistiert im Anschluß an den Batailleschen Begriff der Verschwendung auf der paradoxen Ganzheit des Menschen im Ereignis des Selbstverlusts, des Außer-sich-Seins.
 
Der Autor, geboren 1942 in Berlin, lehrt Philosophische Anthropologie an der Universität München.
 

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