Moderne Identitäten
Bolterauer / Goltschnigg (Hg)
1999, 296 S, Kt, (Passagen)
Bestell-Nr. 137030

36,00 EUR

Wie lassen sich "moderne Identitäten" definitorisch fassen? Sie sind sich ihrer Konstruiertheit ebenso bewußt wie der Tatsache, daß sie immer auch als andere möglich sind und ihre jeweilige Identität nur dem Willen zur Konstruktion einer solchen verdanken. Das Wissen um die Kontingenz konstruierter Identität kann somit als ein wesentliches Charakteristikum der Moderne gelten - die Problematisierung einer sich permanent in der Krise befindenden, instabilen Identität als Symptom der modernen Gesellschaft. In welcher Form sind Wissenschaft und Kunst an diesem Prozeß moderner Identitätsauflösung und -bildung beteiligt? Kann Wissenschaft das Entstehen von Identität nachzeichnen, ohne selbst in den Strudel kontinuierlicher Identitätszerstörung und -behauptung hineingezogen zu werden? Und das Schreiben: Kann es eine Stabilität produzieren, die in der Moderne ansonsten allerorts verloren gegangen zu sein scheint? Die Problematik um das Spiel von Identitätszuschreibung und -verwerfung in der Moderne wird aus transdisziplinärer Perspektive von Gerhard Plumpe, Jacques Le Rider, Gisela Brinker-Gabler, Walter Sokel und anderen thematisiert.
 
Die Herausgeber arbeiten an der Grazer Karl-Franzens-Universität. Dietmar Goltschnigg ist Professor für neuere deutsche Literatur, Alice Bolterauer Mitarbeiterin am Spezialforschungs-bereich Moderne.
 

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