Damenphilosophie & Männermoral
Von Abbé de Gerard bis Marquis de Sade. Ein Versuch über die lächeGbde Vernunft
Jauch, Ursula P
1991, 216 S, 29 Abb, Kt, (Passagen)
Bestell-Nr. 137037

21,00 EUR

Ob sich die Damen der Philosophie widmen sollten? - so lautet die Frage, die im Jahr 1681 ein Abbé de Gérard öffentlich disputiert haben will. Wie ein Spielball macht das Gerücht die Runde: Es gibt noch eine andere Vernunft als jene langweilig-kalkulierende der großen Männer-Systeme. Mit Lust und einem gehörigen Schuß Eros üben sich die Damen in weiblicher Renitenz zum denkerischen Einerlei ihrer männlichen Kollegen.In Emilie du Châtelet, eigenwillige Leibniz-Schülerin und prominente Newton-Übersetzerin, findet sich die erste, brillante Damenphilosophin. Und bald schon kommen die männlichen Nachahmer. Auf die Damenphilosophie folgt die Männermoral: Francesco Algarotti übersetzt Newton für die Damen, ein Herr LaLande schreibt eine Damenastronornie, und selbst Immanuel Kant gibt seinen Kommentar. Schließlich schickt ein Marquis d'Argens die Philosophie definitiv ins erotomane Boudoir, wo sie der Marquis de Sade als Geschichte über die Män-nermoral weitertraktiert. - Doch trotz List, Scherz und Eros: Die Mär vom weiblichen Vernunftdefizit dürfte nach Damenphilosophie & Männermoral wie eine Seifenblase platzen.
 
Die Autorin, 1959 geboren, lehrt Philosophie an der Universität Zürich. 1989 erschien im Passagen Verlag ihr Buch Immanuel Kant zur Geschlechterdifferenz.
 

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