Urteilskraft als politisches Vermögen
Zu Hannah Arendts Theorie der Urteilskraft
Hermenau, Frank
1999, 179 S, Pb, (Klampen)
Bestell-Nr. 140628

24,00 EUR

"Urteilskraft" ist eine der zentralen Fiktionen aller modernen Gesellschaften. Es wird kein Vertrag geschlossen, keine Wahl abgehalten, kein Gerichtsverfahren geführt, ohne daß implizit immer schon die Urteilsfähigkeit der Beteiligten unterstellt würde. Gleichzeitig aber wird die immer schon unterstellte Urteilskraft der Individuen durch die moderne Gesellschaft hintertrieben. Hannah Arendt hat erkannt, daß die zunehmende Atomisierung der Gesellschaft, die globalen Krisenerscheinungen, die Entindividualisierung der zwischen Arbeit und Konsum eingespannten Menschen zu "Weltlosigkeit" und Verlust von Urteilskraft, den Bedingungen für die Entstehung totalitärer Herrschaft, führen. Eine Stärkung der politischen Freiheit setzt daher Stärkung der politischen Urteilskraft voraus.Frank Hermenau versteht es in seiner Studie über Hannah Arendt, dem philosophischen Begriff der Urteilskraft die politische Schärfe zu geben, die ihn zu einer Waffe im Kampf gegen totalitäre Versuchungen macht.
 
Frank Hermenau, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Soziologie und Erziehungswissenschaften. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität/Gesamthochschule Kassel und freier Lektor.
 

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