Solgers Dialektik
Die Grundzüge der dialektischen Philosophie K.W.F. Solgers
Potz, Dirk
1995, 202 S, Gb, (Kovac)
Bestell-Nr. 141823

49,95 EUR

In seiner spekulativen Dialektik von Sein und Nichtsein hat Solger die wohl tiefgründigste Philosophie der Romantik entworfen. Dieses zutiefst romantische Theorieresultat findet in der Ironie seine künstlerische Verarbeitung. Die Ironie ist jene Einstellung, mit der das Subjekt auf die Erfahrung seiner bodenlosen Selbsttranszendenz reagiert. Die Kunst artikuliert diese Erfahrung des Entzogenseins einer letzten Wahrheit, die das System der Philosophie tragen könnte. Indem sie den Unbestand alles Endlichen darstellt, enthält die romantische Ironie ein Bewusstsein der Abwesenheit des Unbedingten. In der Ironie wird ausgesprochen, dass das Schöne in der Kunst immer nur ein unerfüllbares Versprechen von Versöhnung bleibt. Solgers Prima Philosophia' wird von Dirk Potz als der Versuch charakterisiert, eine Dialektik zu entwerfen, die nicht mehr über einen unmittelbaren Zugang zur Wahrheit verfügt, ohne dabei die grundsätzliche und umfassende Orientierung auf eine die philosophische Anstrengung im ganzen abschließende substantielle Erkenntnis aufzugeben. Damit rückt Solger in überraschende Nähe zu den Konzepten negativer Dialektik von Sartre und Adorno.
 

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