Aristoteles
Philosophie und Wissenschaft
Schüssler, Ingeborg
2005, 250 S, Kt, (Klostermann)
Bestell-Nr. 142517

19,00 EUR

Die modernen Wissenschaften sind durch die Ablösung von der Philosophie (= ontologische Metaphysik) gekennzeichnet. Dieser "Wissenschaftspositivismus" wird meist als Faktum konstatiert und als "Befreiung" verstanden. Die Arbeit stellt sich die Aufgabe, die philosophische Problematik dieses Wandels sichtbar zu machen. Dazu geht sie in das überlieferte Verhältnis von Philosophie und Wissenschaft bei Aristoteles zurück. In einem 1. Grundschritt zeigt sie, wie sich dieses Verhältnis bei Aristoteles ausnimmt: Indem sich die Philosophie zur ontologischen Metaphysik entfaltet, ist sie zugleich der Grund der Selbständigkeit der Wissenschaften. Die positivistische Ablösung der Wissenschaften von der Philosophie kann also keine "Befreiung" sein; vielmehr stellt sie vor das Problem, wie Wissenschaften überhaupt noch selbständigen Bestand haben können, wenn sie nicht mehr in der Philosophie gründen. - In einem 2. Grundschritt weist die Arbeit von Aristoteles her eine Lösung dieses Problems auf: Wenn die Philosophie schon Grund der Selbständigkeit der Wissenschaften ist, könnte sie auch - freilich gewandelt - Grund der Verselbständigung der Wissenschaften sein. Dann müßten in der Philosophie selbst "nicht-ontologische" Prinzipien hinterlegt sein, durch die sie einen "Wissenschaftspositivismus" begründen könnte. Als diese zeichnen sich bei Aristoteles im Ansatz vor allem Logik und Mathematik aus.
 

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