Die Begründung einer Naturphilosophie bei Kant, Schelling, Fries und Hegel
Mathematische versus spekulative Naturphilosophie
Bonsiepen, Wolfgang
2005, 652 S, Ln, (Klostermann)
Bestell-Nr. 142573

49,00 EUR

Die in jüngster Zeit verstärkt rezipierte spekulative Naturphilosophie Schellings und Hegels erschließt sich nicht in einem unmittelbaren Zugriff, sondern nur bei Berücksichtigung ihrer immanenten Entwicklungsgeschichte, des Stands der zeitgenössischen Naturwissenschaft und der jeweiligen systematischen Voraussetzungen. Schellings Naturphilosophie entwickelt sich schrittweise aus seiner Frühphilosophie und bleibt integraler Bestandteil des sogenannten Identitätssystems, und Hegels Naturphilosophie hat ihren systematischen Ort innerhalb der Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften der Berliner Zeit. So sind neben der Umbruchsituation, in der sich die Naturwissenschaften um 1800 befinden, auch die systematischen Voraussetzungen zu berücksichtigen, da Schelling wie Hegel, unter anderem in Abgrenzung von der Philosophie Kants, ihre Naturphilosophie in ein System der Philosophie eingeordnet haben.Kuno Fischer grenzt diese Kant-Rezeption von der durch J.F Fries begründeten ab. Fries arbeitete auf der Grundlage seiner anthropologischen Vernunftkritik eine mathematische Naturphilosophie aus, die als Alternative zur spekulativen Naturphilosophie Schellings und Hegels verstanden werden muß. Fries' Naturphilosophie steht nicht nur in einer größeren Nähe zu den Ergebnissen der zeitgenössischen Naturwissenschaft, sondern zeichnet sich auch durch eine Methodenreflexion aus, die schon bei Kant vorliegende Fehler vermeidet. Sie wird damit für heutige wissenschaftstheoretische Fragen relevant.
 

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