Die zarte, aber helle Differenz
Heidegger und Stefan George
Herrmann, Friedrich W von
1999, 328 S, Ln, (Klostermann)
Bestell-Nr. 142587

29,00 EUR

Mit der Wendung von der "zarten, aber hellen Differenz" kennzeichnet Heidegger in seiner Freiburger Vortragstrilogie "Das Wesen der Sprache" (1957/58) Denken und Dichten in ihrem Wesensverhältnis. Diese Kennzeichnung erfolgt auf dem Wege eines hermeneutischen Gesprächs mit der Spätdichtung Stefan Georges und in Auseinandersetzung mit der Überlieferung.Friedrich-WiIhelm v. Herrmann, Professor für Philosophie an der Universität Freiburg i.Br., untersucht in der vorliegenden Abhandlung dieses hermeneutische Gespräch in sechs Schritten. In einer Einführung gibt er dem Leser eine Orientierung über die Spätdichtung Stefan Georges im Denken Heideggers. Die Einleitung handelt horizonteröffnend von Denken und Dichten in der Fragestellung des daseinsanalytisch-ereignisgeschichtlichen Denkens. Im Hauptteil wird als erstes die Frage nach dem Wesensverhältnis des Denkens zum Dichten als Frage nach dem Wesen der Philosophie durchsichtig gemacht. Nach dieser zweifachen Klärung der einzuschlagenden Fragebahn geht die Abhandlung über zur Analyse der dichterischen Erfahrung mit der Sprache selbst in der Spätdichtung Stefan Georges. Daran schließt die gesuchte Kennzeichnung des Wesensverhältnisses von Denken und Dichten an, das als Nachbarschaft erblickt wird, in der Denken und Dichten durch eine zarte, aber helle Differenz auseinander gehalten sind. So erst ist die Möglichkeit eröffnet, im Ausgang von Georges und unter dem Geleit von Hölderlins dichterischer Erfahrung nunmehr eine denkende Erfahrung mit dem Wesen der Sprache zu machen und dieses als das Geläut der Stille zu bestimmen. Die Stille des Geläuts aber zeigt in die Erschweigung hinein, die unter dem Titel einer Sigetik die ereignisgeschichtliche Blickbahn für das Fragen nach dem Wesen der Sprache bildet in Abgrenzung gegen die Logik der Aussage als die Blickweise der überlieferten Wesensbestimmung der Sprache. Die Abhandlung schließt mit einer sigetischen Wesensbestimmung des dichterischen Bildes und des denkerischen Begriffes ab, den Heidegger als "Inbegriff" charakterisiert.
 

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