Unzeitgemässe Hermeneutik
Verstehen und Interpretation im Denken der Aufklärung
Bühler, Axel (Hg)
1994, 276 S, Ln, (Klostermann)
Bestell-Nr. 142633

19,80 EUR

Ein zentrales Thema im Denken der Aufklärung, vor allem im 18. Jahrhundert, war die Methodologie der Interpretation von Text und Rede. In dieser Zeit wurde die Zielvorstellung des historisch-kritischen Herangehens an die Tradition klar formuliert. Man betonte gleichzeitig die Universalität der Prozesse des Auslegens und Verstehens und dehnte das Ideal der systematischen Wissensorganisation des klassischen Rationalismus auf die Methodenlehre der Auslegung aus. Bisher hat die Geschichtsschreibung die Hermeneutik der Aufklärung stark vernachlässigt. Der vorliegende Band soll dieser Situation abhelfen.Die Hermeneutik der Aufklärung ist 'unzeitgemäß', weil sie in ihrer Insistenz auf der Möglichkeit hermeneutischer Objektivität und dem Auslegungsziel der Auffindung der Autorintention im Widerspruch zu Strömungen des hermeneutischen Denkens des 20. Jahrhunderts steht, so etwa zu der Philosophischen Hermeneutik Gadamers und Heideggers. Der vorliegende Band soll mit der Rückbesinnung auf die kontroversen Standpunkte der Hermeneutik der Aufklärung auch zur hermeneutischen Grundlagendiskussion beitragen.Aus dem Inhalt: Gottfried Hornig: Über Semlers theologische Hermeneutik - Paolo Lombardi: Die intentio autoris und ein Streit über die Auslegung der Psalmen - Lutz Danneberg: Der hermeneutische Zirkel im 19. Jahrhundert - Oliver Scholz: Die Auslegungskunst von Georg Friedrich Meier - Luigi Cataldi Madonna: Die philosophische Hermeneutik Christian Wolffs - Hans Peter Schütt: Die Interpretation philosophischer Texte bei Brucker - Hans-Werner Arndt: Sprachphilosophie und Hermeneutik in der deutschen Aufklärung - Mario Longo: Die Interpretation philosophischer Texte bei Schleiermacher - Kommentierte Bibliographie
 

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