Internationale Gesellschaft und nationale Gemeinschaft
Universalistische und partikularistische Argumente als Bausteine für eineTheorie der transnationalen Gerechtigkeit
Zyber, Kerstin
2002, 390 S, Kt, (Hohmann)
Bestell-Nr. 143875

38,00 EUR

Was ist Gerechtigkeit und kann es sie im Bereich der politischen Beziehungen überhaupt geben? Vielleicht gibt es heute mehr denn je Gründe, skeptisch zu sein, ob die Gerechtigkeit auch für den Bereich der transnationalen Beziehungen, also der Beziehungen zwischen Staaten, Personen und anderen nichtstaatlichen Akteuren, handlungsleitend sein kann. Jeden Tag transportieren die Medien Bilder von Menschen, die Opfer vielfältiger politischer Ungerechtigkeiten geworden sind, bis ins eigene Wohnzimmer. Doch während der Terror von Staatsbediensteten gegen die eigene Bevölkerung in manchen Ländern zu Interventionen von anderen Staaten führt, greift die Weltgemeinschaft in vielen anderen Ländern nicht ein. Wie hilflos wir den Ungerechtigkeiten auf der Welt gegenüberstehen, haben die Anschläge auf New York und Washington am 11. September 2001 gezeigt. Als Reaktion auf die menschenverachtenden Taten haben die USA den Kampf gegen das Taliban-Regime in Afghanistan aufgenommen. Stellt dieser Eingriff in die staatliche Souveränität Afghanistans eine Intervention oder einen Krieg aus Rache dar, und ist er dann noch zu rechtfertigen?Um diese und ähnliche Fragen geht es in der vorliegenden Untersuchung. Wurden Gerechtigkeitsfragen über die nationale Gemeinschaft hinaus in der politischen Philosophie von jeher eher stiefmütterlich behandelt, hat sich im Anschluss an des epochale Werk "Eine Theorie der Gerechtigkeit" von John Rawls eine rege Debatte zwischen Befürwortern und Skeptikern einer transnationalen Gerechtigkeit entwickelt. Die Argumente der Hauptvertreter beider Strömungen im angloamerikanischen Sprachraum werden hier miteinander verglichen. Beide Strömungen zusammen - Universalismus und Partikularismus - geben wichtige Hinweise auf eine transnationale Theorie der Gerechtigkeit. Dass wir eine solche Theorie brauchen, scheint heute nötiger denn je.
 
Kerstin Zyber, Jahrgang 1970, studierte an der Katholischen Universität Eichstätt und der Arkansas State University Journalistik, Politikwissenschaft, Erwachsenenbildung und Geschichte der Neuzeit.
 

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