Wahn und Wahrheit
Kants Auseinandersetzung mit dem Irrationalen
Rauer, Constantin
2007, 370 S, Gb, (Akademie)
Bestell-Nr. 144047

49,80 EUR

Die hier vorliegende Untersuchung stellt die Psychologie und Psychiatrie des jungen Kant vor, die im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit dem schwedischen Gelehrten, Mystiker und Geisterseher Emanuel von Swedenborg entstanden ist. Hieraus ging Kants Wahnkritik hervor, welche die drei Aspekte der Schizophrenie – die Projektion, die Ich-Spaltung sowie die Paranoia – analysiert. Der Verfasser zeigt, dass und wie Kant seine frühe Wahnkritik in die spätere Vernunftkritik übertragen hat, und wie sich durch diese Anwendung der Psychologie auf die Logik das vollzog, was später Kants ‚kritische Wende‘ genannt wurde.
 
Damit scheint die hier vorliegende Untersuchung eine der ersten zu sein, die Kants ‚Revolution der Denkungsart‘ und mit jener die Genese seiner "Kritik der reinen Vernunft" systematisch nachzuvollziehen vermag. Darüber hinaus führt sie zu einem neuen Kant-Verständnis, indem sie zeigt, dass Kants Vernunftkritik auch als eine Anti-Wahnkritik zu verstehen ist. Mit seiner Kritik des Wahns aber zielt Kant auf die verborgene Irrationalität der Moderne: auf den erkenntnistheoretischen Wahn des Empirismus, den ethischen Wahn des Sozialdarwinismus sowie den religiösen Wahn im Kulturrelativismus. Inhaltsverzeichnis: I. Die kritische Wende 1759 bis 1781 - Die Idee der kritischen Wende - Der Zusammenbruch von Kants Rationalismus - Der systematische Verlauf der kritischen Wende - Der Schimmer des Wahns im dialektischen Schein der Vernunft II. Die Psychologie 1763 bis 1766 - Die Notiz über den Abenteurer Jan Pawlikowicz Komarnicki - Der Versuch, den Begriff der negativen Größen in die Weltweisheit einzuführen - Der Versuch über die Krankheiten des Kopfes - Die Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik III. Die Anwendung der Psychologie auf die Logik 1768 bis 17670 - Die Parallelität zwischen dem psychologischen Projektionsgedanken und dem Projektionsbegriff der analytischen Geometrie im Ersten Grunde des Unterschiedes der Gegenden im Raume - Die Anwendung des psychologischen Projektionsgedankens auf die Projektionsverhältnisse der Philosophie in der Inaugural-Dissertation - Unio mystica – Swedenborgs Gespenster, Leibniz’ Monaden, Pythagoras’ Zahlenmystik und Platons Ideenlehre
 

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