Der Leib im Denken von Emmanuel Levinas
Sirovatka, Jakub
2007, 208 S, Kt, (Alber)
Bestell-Nr. 144596

28,00 EUR

Die Leiblichkeit wird bei Emmanuel Levinas (1906-1995) in ihrer fundamentalen Bedeutung für die menschliche Subjektivität und für die Unmittelbarkeit der Beziehung zum Anderen dargestellt. Die Untersuchung bemüht sich um eine immanente Interpretation aus dem Levinasschen Denken heraus. Im Mittelpunkt des Interesses steht der Unterschied zwischen der ›egoistischen‹ und der ›ethischen‹ Leiblichkeit und der Übergang zwischen beiden, der durch die leibliche Präsenz des Anderen markiert wird. Der Untersuchung liegt der Dreischritt das Selbe/der Andere/das Selbe-auf-den-Anderen-hin zugrunde, der für das gesamte Denken von Levinas eine grundsätzliche Bedeutung hat.
 
Zuerst wird die Herausbildung der egohaften Identität des Ich im leiblichen Glück des Genusses beschrieben, das Levinas aufgrund seiner Tendenz, alles auf sich zu beziehen, als das Selbe bezeichnet. Das Faktum der leiblichen Anwesenheit des Anderen mit ihrem ethischen Anspruch läßt dann diese Identität als eine egoistische hervortreten. Anschließend wird das ethische Wesen der Subjektivität dargestellt, indem das Selbe befähigt wird, den Anderen mit Güte zu begegnen und für ihn zu leben. Der auf sich bezogene Leib wird zur Gabe für den Anderen. Sowohl die ontologische Identität als auch die ethische Subjektivität wird im Unterschied zur cartesischen Tradition nicht durch das Bewußtsein, sondern primär durch die Leiblichkeit beschrieben. Der Leib zeigt sich als das Primäre sowohl bei der Konstituierung der individuellen Identität als auch im interpersonalen Geschehen.
 

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