Die Logik der Unbestimmtheiten und Paradoxien
Philosophische Impulse Bd.8
Blau, Ulrich
2007, 1000 S, Kt, (Synchron)
Bestell-Nr. 144704

98,00 EUR

Die hier vorgeschlagene nichtklasssiche Logik erweitert die klassische Logik und Mengentheorie so konservativ wie möglich im Hinblick auf folgende Bereiche: (1) die Logik der natürlichen Sprache, (2) die logischen Grundlagen der Mathematik und (3) die logisch-philosophischen Paradoxien. Eine universelle Bewusstseinsmechanik verbindet diese Bereiche, und ihr bester Zeuge ist die bekannte Paradoxie des Lügners, die mit Hilfe eines Reflexionsstufen-Modells analysiert und gelöst wird. Eng verwandt mit dieser Reflexionslogik ist die von Blau entwickelte Sprachlogik, die erstmalig die syntaktisch plausible Formalisierung und semantisch überzeugende Behandlung von Sätzen wie: »Ich glaube, er ahnt nicht, dass wir wissen, was er mit uns vorhat.« erlaubt und neue Einsichten zu Vagheit und Kontextabhängigkeit, zu den Kategorien- und Präsuppositionsfehlern, zu Indexikalität, Intentionalität, Modalität, Kausalität, Anführung, Abstraktion und zur Adverbiallogik ermöglicht.
 
Die Paradoxie des Lügners radikalisiert sich fortwährend durch Formalisierung der auf der Ebene der Reflexionslogik erreichbaren Lösungen und erzwingt denkbar stärkste formale Mittel sowie deren platonistische Deutung. Zahlen-, Mengen-, Klassen- und Wahrheitstheorie sind grenzenlos erweiterbare Theorien, deren Ontologie, Semantik und Axiomatik nur platonistisch begründet werden kann. Alle tiefen Paradoxien sind Bewusstseinsparadoxien. Es gibt zwei Sorten, die lösbaren und die unlösbaren. Die einen verschwinden durch die richtigen Trennungen, die anderen entstehen durch unvermeidlich falsche Trennungen, die das natürliche Weltbild erzwingt. Diese kategorialen Trennungen Subjekt/Objekt, Gewissheit/ Wahrheit, Bewusstsein/Sein, innere Freiheit/äußere Unfreiheit, Psyche/ Physis, mentale Praxis/formale Theorie verweisen zur Lösung der tiefsten Paradoxien auf einen uralten mystischen Bewusstseinsmonismus, ohne den der mathematische Platonismus nicht lebensfähig wäre. Dieser Monismus ist theoretisch nicht fassbar, wird nur in Exkursen und im Nachwort skizziert. Reihe: Philosophische Impulse In dieser Reihe erscheinen Schriften aus allen Bereichen der Philosophie, von der philosophisch motivierten Logik bis zur angewandten Ethik. Die Reihe umfasst unterschiedliche Textsorten, von einführenden Büchern über thematisch ausgerichtete Sammlungen bis zu Forschungsmonographien. Die Schriften sind den Idealen der Klarheit, der Originalität und der Relevanz für die gegenwärtige Philosophie und ihre Fortentwicklung verpflichtet. Die Reihe trägt auch der transdisziplinären und vermittelnden Rolle Rechnung, die der Philosophie heute zukommt, und soll daher möglichst auch einer breiteren wissenschaftlichen Leserschaft zugänglich sein. Inhaltsverzeichnis: Unlogisches - Klassische Logik - Logische Sprachanalyse - Dreiwertige Logik - Intentionslogik - Quotationslogik - Reflexionslogik - Mengen und prädikative Klassen - Imprädikative Klassen - Mengen- und klassentheoretische Reflexionslogik - Größte und kleinste Zahlen - Epistemische Paradoxien - Nachwort zum Tetralemma des Bewusstseins
 

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