Wohlgeordnete Freiheit
Immanuel Kants Rechts- und Staatsphilosophie
Kersting, Wolfgang
2007, 415 S, Kt, (Mentis)
Bestell-Nr. 144918

46,00 EUR

Im systematischen Zentrum der praktischen Philosophie Kants steht die Konzeption der Autonomie, die Lehre von der Selbstgesetzgebung der reinen praktischen Vernunft. Mit ihr gibt Kant der gesamten praktischen Philosophie, der Moralphilosophie wie der Rechtsphilosophie, ein revolutionär neues geltungstheoretisches Fundament. Lange suchte man die Grundlagen und Prinzipien der praktischen Philosophie in objektiven Ideen des Guten und der Gerechtigkeit, in einer normativen Verfassung des Kosmos, im Willen Gottes, der Natur des Menschen oder in der den Interessen der Individuen dienenden Klugheit. Kant hat die epistemologische Fragwürdigkeit dieser Legitimationsinstanzen der metaphysischen Tradition deutlich gemacht und aufgezeigt, daß sie bei der Begründung allgemeingültiger praktischer Gesetze versagen, daß die menschliche Vernunft nur solche Regeln und Normen absolute praktische Notwendigkeit und Verbindlichkeit zugestehen kann, die ihrer eigenen Gesetzgebung entstammen.
 
Wolfgang Kersting, geb. 1946, Studium in Göttingen und Hannover; 1975-1992 Lehrtätigkeit in Hannover, Göttingen, Marburg, Lüneburg und München. Seit 1993 Ordinarius für Philosophie und Direktor am Philosophischen Seminar der Universität zu Kiel.
 

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