Pariser Orientlekt├╝ren
Zu Wilhelm von Humboldts Theorie der Schrift
Messling, Markus
2007, 340 S, Kt, (Sch├Âningh)
Bestell-Nr. 145065

47,90 EUR

Aufgrund der zentralen Bedeutung der Schrift f├╝r Humboldts Sprachdenken ist es erstaunlich, dass die Forschung seiner Schrifttheorie noch nicht umfassend Rechnung getragen hat. Ein Grund hierf├╝r liegt sicher im Konsens ├╝ber die Zentralit├Ąt des Begriffs der Rede f├╝r Humboldts Sprachanthropologie. Schrift ist f├╝r Humboldt aber nicht einfach Abbild der Sprache, sondern das materiale ├äquivalent eines formalen Verfahrens der Begriffskonstitution und reicht somit in den tiefsten Bereich seines Sprachbegriffs hinein. Folgenschwerer noch war die lange Unkenntnis des Nachlasses. Weil es nur wenige Texte von Humboldt zur Schriftthematik gibt, zeigt sich die Auspr├Ągung seiner Theorie n├Ąmlich erst im Wechselspiel dieser Texte mit der unedierten Korrespondenz.
 
Das gilt vor allem f├╝r Humboldts Briefwechsel mit Forschern in Paris, insbesondere mit dem Hieroglyphen-Entzifferer Jean-Fran├žois Champollion, der hier zum ersten Mal zusammenh├Ąngend ediert wird. Insofern als es vor allem au├čereurop├Ąische Schriftsysteme sind, an denen Humboldt seine Theorie entfaltet, stellt sich schlie├člich die Frage nach Humboldts Platz im europ├Ąischen Orientalismus.
 

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