Ethik und Ästhetik des Mitleids
Lühe / Gülcher (Hg)
2007, 147 S, Kt, (Rombach)
Bestell-Nr. 145683

44,00 EUR

Mit ihrer letzten Monographie Das Mitleid hat Käte Hamburger 1985 eine grundlegende Studie zur widersprüchlichen philosophischen Tradition des Mitleidsparadigmas vorgelegt. Diese Studie, insbesondere Hamburgers These von der "Distanzstruktur" und der "ethischen Neutralität des Mitleids", bildet den Ausgangs- und systematischen Bezugspunkt für die Beiträge dieses Bandes. Im Zentrum stehen die theologischen und philosophischen Reflexionen über das Mitleid von Hume, Rousseau und Lessing bis zu Schiller, Schopenhauer und Cohen. Aus verschiedenen historischen und disziplinenspezifischen Perspektiven - von den moralanthropologischen Debatten des 18. Jahrhunderts bis hin zur Reflexion der durch die Tsunami-Katastrophe in Südostasien aufgeworfenen Theodizee-Frage - wird das Ethos der Empathie auf seine argumentativen und diskursiven Valenzen hin befragt. Für das wissenschaftliche Gespräch zwischen Philosophie, Literaturwissenschaft, Religionswissenschaft, Theologie und Judaistik, so zeigen die Beiträge, erweist sich das Mitleidsparadigma in historischer und aktueller Hinsicht als ungewöhnlich tragfähig und inspirierend.
 
Nina Gülcher: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte: Literatur und Generationenforschung, Wissenschaftsgeschichte, deutschsprachige Literatur nach 1945, Geschlechterforschung. Irmela von der Lühe: Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte: Ästhetik und Literaturtheorie des 18. Jahrhunderts, Schriftstellerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts, Brief- und Exilliteratur, Biographik.
 

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