Essen und Trinken ist des Menschen Leben
Zugänge zu einem Grundphänomen
Loos / Zaborowski (Hg)
2007, 192 S, Gb, (Alber)
Bestell-Nr. 145714

20,00 EUR

Essen und Trinken, meyn ich, ist des Menschen Leben, so der Bruder Martin in Goethes Götz von Berlichingen. Essen und Trinken gehören zum Menschsein. Von Anfang an ist die Geschichte des Menschen wesentlich auch eine Kultur- und Sozialgeschichte des Essens und Trinkens. Was mit der Lust an der verbotenen Frucht beginnt, endet aber als schweißtreibende Angelegenheit: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen." (Gen 3,18) Die Geschichte des Essens erzählt nicht allein vom Kampf gegen den Hunger, sie vermittelt auch Einblicke darin, wie sich menschliche Identität im Essen und Trinken ausdrückt. Das gilt nicht nur für das religiöse Mahl oder die 'öffentliche Tafel' mittelalterlicher und neuzeitlicher Herrscherhäuser, sondern auch für das moderne Staatsbankett oder das 'Mahl der Demokratie' anläßlich des Amtsantritts eines neuen Bundespräsidenten. Mit der 'Entzauberung der Welt' in der Moderne änderten sich auch Eß- und Trinkkulturen. 'Fastfood' wurde zur Massenkultur. 'Ethnofood' oder 'Slowfood' sind gegenwärtige Gegen-Trends einer erneut veränderten Eßkultur. Dieser Band thematisiert unterschiedliche Dimensionen von Essen und Trinken, reflektiert religiöse Hintergründe, zeichnet kulturgeschichtliche und religionswissenschaftliche Entwicklungen nach, fragt nach philosophischen, soziologischen und politischen Aspekten des Essens und Trinkens und beleuchtet die Darstellung dieser Grundvollzüge menschlichen Lebens in Literatur und Kunst.
 

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