Über die Freiheit
Ein Essay
Mill, John Stuart
2008, 228 S, Gb, (Meiner)
Bestell-Nr. 145757

28,00 EUR

In diesem Essay von 1859, seinem Hauptwerk, streitet John Stuart Mill für das Recht jedes einzelnen, seine Überzeugungen frei zu bilden und das eigene Leben nach diesen Überzeugungen frei zu gestalten. Für ihn gibt es daher nur einen Grund, der es Staat und Gesellschaft erlaubt, dieses Recht auf individuelle Selbstbestimmung zu beschneiden, und den sieht er in dem Grundsatz, »daß der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gemeinschaft rechtmäßig ausüben darf, der ist: die Schädigung anderer zu verhüten«. Dieser Essay Mills bleibt - ganz unabhängig davon, ob man seine Verteidigung des Utilitarismus teilen kann oder nicht - ein Meilenstein in der Geschichte der philosophischen Begründungen des Rechts auf Selbstbestimmung, das jedem einzelnen zugestanden werden muß.
 
Wollte man Mills Philosophie in einem Satz zusammenfassen, er würde wohl so lauten: Es gibt keine apriorische, nur eine aposteriorische Erkenntnis der Wirklichkeit. Das heißt: unser gesamtes Wissen hat in der Erfahrung seinen Ursprung und läßt sich allein durch Beobachtungen und Experimente begründen; einen direkten, intuitiven Zugang zum Wissen gibt es nicht. Peter Rinderle ohn Stuart Mill (1806 - 1873) war ein großer Autor und als Mann der Tat der prominenteste englische Denker des 19. Jahrhunderts. Als leitender Angestellter der Ostindischen Handelsgesellschaft bewährte er sich in der Verwaltung Indiens, als Abgeordneter des Britischen Unterhauses trug er politische Verantwortung, und als einer der führenden Intellektuellen seiner Zeit nahm er nachhaltigen Einfl uß auf die gesellschaftliche Entwicklung in Europa. Gemeinsam mit seiner Frau, Harriet Taylor, vertrat er die Forderung nach der Einführung des Wahlrechts für Frauen, der Vereinigungsfreiheit der Arbeitnehmer und des Rechts auf freie Meinungsäußerung. In seinen philosophischen Hauptwerken On Liberty (1859) und Utilitarism (1861) entwickelte er daher nicht nur die theoretischen Argumente für eine auf das Nützlichkeitsprinzip gegründete Ethik, sondern er setzte bewußt auf die Aufklärung der öffentlichen Meinung: In beiden Schriften verteidigte er in sozial-reformerischer Absicht den Utilitarismus gegen alle dogmatische Kritik aus dem kirchlichen oder idealistischen Lager.
 

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