Kant und die "Eigentliche Methode der Metaphysik"
Thiel, Karsten
2008, 240 S, Kt, (Olms)
Bestell-Nr. 146249

34,80 EUR

Wider alle Intuition des Alltags lehrt Kant in der Transzendentalen Dialektik seiner Kritik der reinen Vernunft, daß die Vernunft einer Täuschung ausgesetzt ist, die sie zwar durchschauen, niemals aber abwenden kann. Diese eigentlich merkwürdige Lehre vom transzendentalen Schein wird von der Kantrezeption seit jeher verkannt. Dabei ist sie unverzichtbar für Kants Projekt einer Grenzbestimmung: Allein die Vernunft führt auf Grenzen, niemals jedoch die Erfahrung. Wäre es die Erfahrung, die auf eine Grenze führt, so wäre im Streit um die Ansprüche der Metaphysik nichts zu gewinnen. Karsten M. Thiel rekonstruiert das Kantische Projekt einer Grenzbestimmung der Vernunft und kritisiert zugleich den in der Forschung tonangebenden Ansatz, wonach in der Transzendentalen Analytik der ersten Kritik die Grenzen der Erfahrung abgesteckt werden.
 

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