Grenzen der Normalisierung
Waldenfels, Bernhard
2008, 330 S, Kt, (Suhrkamp)
Bestell-Nr. 146509

12,00 EUR

Bernhard Waldenfels erkundet in diesem um vier Studien erweiterten zweiten Band seiner Studien zur Phänomenologie des Fremden die Unruhe, die aus den Spannungen zwischen Normalität und Anormalität erwächst.
 
Fremdes, das nirgends völlig am Platz ist, widersetzt sich jenem Normalisierungsdruck, der von bloßer Vernunft- und Selbsterhaltung ausgeht. Ansprüche des Fremden sind aber auch keine beliebigen Anschlüsse im globalen Netzwerk. Fremdes ist weder diskursfähig noch anschluß- oder modellfähig. Die Unruhe, die aus der Spannung zwischen Normalität und Anormalität erwächst, läuft quer durch die verschiedensten Regionen und Disziplinen. Sie führt zu Fragen folgender Art: Wie ist ein Umgang mit wissenschaftlichen Modellen möglich, der die Fremdheit der Phänomene achtet? Wodurch wird die kulturelle Dynamik vor dem Leerlauf bloßer Selbsterhaltung bewahrt? Wie läßt sich das abgenutzte Konzept der response für eine responsive Verhaltens- und Handlungstheorie fruchtbar machen? Wie sieht eine medizinische Praxis aus, in der Krankheit nicht bloß als zu behebendes Defizit begriffen wird, sondern auch als Andersartigkeit? Welchen Widerstand setzen Ekstatik des Eros und Polymorphismus des Geschlechtsleibes einer allein funktionalen Sexual- und Fortpflanzungstechnik entgegen? Was bedeuten Natürlichkeit, Normalität und Wirklichkeit angesichts von Telepräsenz und Virtualisierung? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Phänomenologie und Phänomenotechnik?
 

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