Gehirn, Verhalten und Zeit
Philosophische Anthropologie als Lebenspolitik
Kr├╝ger, Hans P.
2009, 300 S, Gb, (Akademie)
Bestell-Nr. 146625

49,80 EUR

Die zeitliche Diskrepanz zwischen naturwissenschaftlichen Versprechen und ihren politisch wie ├Âkonomisch verwerteten Resultaten gemahnt zu einer strukturellen Pr├Ąvention davor, zum Opfer des anthropologischen Zirkels in der westlichen Moderne zu werden. Die philosophischen Anthropologien des amerikanischen Pragmatismus (insbesondere J. Deweys) und der deutsch-j├╝dischen Denker (H. Arendt, E. Cassirer, H. Plessner, M. Scheler) haben solche interkulturellen und interdisziplin├Ąren Vorsorgen bereits im 20. Jahrhundert entworfen. Sie werden hier im Hinblick auf gewichtige Diskussionen systematisch neu begr├╝ndet und damit auch historisiert.
 
Die Philosophische Anthropologie deckt diejenigen lebenspraktischen Voraussetzungen auf, unter denen allein die neurobiologische Hirnforschung und die - Tiere und Menschen vergleichende - Verhaltensforschung auch in der Zukunft m├Âglich sein k├Ânnen. Dieses Minimum an k├╝nftig gemeinsamer Lebenspraxis von Personen besteht in dem immer wieder ├╝bersehenen "Rest", der an dieser Lebenspraxis, anthropologisch gesehen, weder erkl├Ąrt noch verstanden, gleichwohl aber philosophisch erschlossen und eingesehen werden kann. Alle Versprechen, diesen "Rest" beseitigen zu k├Ânnen, sind nicht nur im schlechtesten Sinne "metaphysisch", sondern auch politische Ideologien vom Ende der Forschung von und f├╝r lebende Personen. Dagegen lassen sich strukturell und funktional die Minimalbedingungen angeben, unter denen ├Âffentliche und private Lebenspolitiken von und f├╝r Personen m├Âglich werden.
 

Bestellen


Kommentare (0)

Ihr Kommentar

 Vorab bitten wir Sie, diese kleine Aufgabe zu lösen: 9 - 2 = 


Netiquette