Michel Foucault
Bibliographie der deutschsprachigen Veröffentlichungen in chronologischer Folge - geordnet nach den französischen Erstpublikationen - von 1945 bis 1988
Fisch, Michael
2008, 192 S, Gb, (Aisthesis)
Bestell-Nr. 146667

39,80 EUR

Das vorliegende Verzeichnis gibt einen Überblick über die deutschsprachigen Veröffentlichungen. Es verzeichnet 430 Einträge aus 35 Jahren, geordnet nach den französischen Erstpublikationen zwischen 1954 und 1988. Fast alle Texte Foucaults sind ins Deutsche übersetzt worden.
 
Michel Foucault, geboren 1926 in Poitiers und gestorben 1984 in Paris, gehört zu den großen Denkern des 20. Jahrhunderts. Wahnsinn und Gesellschaft (1961), Die Ordnung der Dinge (1966), Archäologie des Wissens (1969) sowie Überwachen und Strafen (1975) sind seine vier bekanntesten Buchtitel. Inhaltsverzeichnis: »Der Wille zum Wissen« (Vorwort) 1954 Seine erste Veröffentlichung ist ein Buch über Traum, Rausch und Wahnsinn 1955 Foucault übernimmt die Leitung des »Maison de France« in Uppsala für drei Jahre 1956 Bekannschaft und beginnende Freundschaft mit Georges Dumézil und Roland Barthes 1957 Foucault arbeitet an seiner Disseration über die Geschichte der Psychiatrie 1958 Eröffnung und Leitung des »Centre de civilisation français« in Warschau 1959 Tod des Vaters Paul Foucault und Leitung des »Institut français« in Hamburg für ein Jahr 1960 Arbeit an seiner zweiten Dissertation über Immanuel Kants Anthropologie 1961 Seine Berufung an die Universität Clermont-Ferrand und seitdem Wohnsitz in Paris 1962 Bekanntschaft und beginnende Freundschaft mit Gilles Deleuze und Louis Althusser 1963 Derridas Kritik an Foucaults Aussagen zu den »Meditationen« von Descartes 1964 Seine erste Vorlesung über Sexualität an der Universität von Clermont-Ferrand 1965 In Tunesien notiert Foucault den letzten Satz zu »Die Ordnung der Dinge« auf eine Postkarte 1966 Foucault resümiert, dass die Archäologie eine Methode zur Beschreibung des Denkens ist 1967 Georges Canguilhem sieht den Tod des Menschen oder die Erschöpfung des Verstandes 1968 Michel Foucault wird zum Professor für Philosophie an der Universität Vincennes ernannt 1969 An der Universität von Vincennes hält er einen Vortrag über Sexualität und Individualität 1970 In New York spricht er über Literatur, dieser Vortrag wird bekannt als »Wer ist ein Autor?« 1971 Beginn von Michel Foucaults Vorlesungen über Theorien und Institutionen der Strafe 1972 Gilles Deleuze und Félix Guattari veröffentlichen ihr Buch über den »Anti-Ödipus« 1973 Sein öffentliches wie privates Interesse an der Homosexuellenbewegung wächst 1974 Foucault beginnt mit seinen Vorlesungen über die psychiatrische Macht 1975 »Überwachen und Strafen« erscheint, hier taucht zuerst der Begriff der »Mikromacht« auf 1976 »Sexualität und Wahrheit« ist ein Einschnitt in sein Denken und zugleich sein Manifest 1977 François Ewald wird Foucaults Assistent am Collège de France 1978 Teilnahme am Westberliner Tunix-Kongress, wo er über die Rolle der Intellektuellen spricht 1979 Er will die Geschichte anhand eines Denkens aufrollen, das die Univeralien verwirft 1980 Der plötzliche Tod von Roland Barthes und ein gewaltiger Trauerzug für Jean-Paul Sartre 1981 Michel Foucault und Pierre Bourdieu treten für die polnische Streikbewegung ein 1982 Teilnahme mit Simone de Beauvoir und Pierre Vidal-Nacquet an einem Essen mit Mitterand 1983 In Berkeley spricht er über das Schreiben, über sich selbst und die Geschichte der Parrhesia 1984 Am 25. Juni 1984 um 13 Uhr 15 stirbt Michel Foucault an den Folgen einer HIV-Infektion 1985 Sein Leben bestand aus der Verbindung von Erfahrung und Wissenschaft 1986 In seinem Testament entschied sich Foucault bewußt für den Tod und gegen die Invalidität 1987 In seinem Testament entschied er sich zudem gegen posthume Veröffentlichungen 1988 Foucault untersucht bis zum Schluss die politische Technologie des Selbst und der Individuen
 

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