Don Quijote als gelebte Metapher
Taureck, Bernhard H.
2008, 160 S, Kt, (Fink)
Bestell-Nr. 146774

24,90 EUR

Enthält der Roman Spuren, die geeignet wären, durchaus eigene und auch eigenwillige philosophische Wahrheiten zu bieten, die neben Denkern wie Platon, Aristoteles, Descartes oder Kant bestehen können? Diese Frage wird hier bejaht. Dabei zeigt sich, dass der Roman philosophisch noch weitgehend unentdeckt ist. In acht Kapiteln wird versucht, tiefer in diesen ernstheiteren Text einzudringen, und ihn einerseits als Exponenten der Moderne zu lesen, welcher er andererseits die Möglichkeit einer sozialen Welt ohne Machtgier und Machtkämpfe entgegensetzt. In Spanien heißt es, wer diesen Roman lese, lache beim ersten Lesen, weine beim zweiten und verstehe beim dritten. Die Essays wollen versuchen, diese dritte Stufe zu erreichen.
 
Eine strikte Trennung von philosophischer und philologischer Deutung ist heute kaum noch durchführbar. Cervantes hätte sie gar nicht verstanden. Denn er war der Ansicht, Dichtung und Literatur umfasse auch Philosophie. Daher ist eine philosophische Lektüre seines Romans nahe an seinem Selbstverständnis.
 

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