Die Philosophie des Als Ob
System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menschheit
Vaihinger, Hans
1927, 9./10. A., 804 S, Gb, (Meiner)
Bestell-Nr. 147036

45,00 EUR

Vaihinger deutet das Denken als Instrument der Selbsterhaltung und ordnet es dem Handeln bzw. den Lebensvorgängen unter. Da unsere Vorstellungswelt kein Abbild der Wirklichkeit darstellt, die Wege von Denken und Sein sich folglich unterscheiden, kann es neben den Regeln der Logik berechtigte Fiktionen geben, deren Wert in ihrer praktischen Zweckmäßigkeit besteht. Sprachlich drücken sich diese Fiktionen zumeist in der Form des "Als ob" aus. Vaihinger wollte nicht aufklärerisch von den Fiktionen befreien, sondern lehren, sich mit ihnen einzurichten. Denn Fiktionen sind Werkzeuge, die das Denken erst ermöglichen. Mit diesem Buch löste der Kant-Forscher eine heftige und hitzige Debatte aus. Oln. altersbedingt mit Gebrauchsspuren, Farbkopfschnitt angestaubt, innen tadellos, insgesamt ordentliches, festes Ex.
 
"Ein Problem zum ersten Male richtig und scharf zu stellen, das ist bekanntlich in der Geschichte der Wissenschaften oft von größerem Nutzen gewesen, als immer neue Lösungsversuche alter Probleme vorzunehmen. Kants Frage: Wie sind synthetische Urteile a priori möglich? hat mehr geistige Arbeit ausgelöst, als die systematischen Lehrbücher vieler seiner heute vergessenen Zeitgenossen. So sei denn auch hier gleich zum Eingang die Frage klar und scharf formuliert, welche in diesem Buche aufgeworfen wird: Wie kommt es, daß wir mit bewußtfalschen Vorstellungen doch Richtiges erreichen?" (Vorbemerkung zur Einführung).
 

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